Die Haltbarkeit des Weins

Oder: Große Liebe zu alten Jahrgängen

Wenn bei der Verlobung seiner Tochter der Familienvater eine Flasche Wein aus deren Geburtsjahr entkorkt oder wenn bei der Silberhochzeit der Wein von der Hochzeitstafel vor 25 Jahren getrunken wird, dann erinnert man sich der Jahre, in denen nicht nur der Wein reifer (und besser) geworden ist.

 

Das Probieren alten Weines ist ein Vergnügen besonderer Art. Wenn man Wein in der Absicht kauft, ihn lange aufzuheben muß man auf ein paar wesentliche Dinge achten. Qualitäts- und auch Kabinettweine sollte man nicht länger als ein bis zwei Jahre lagern. Für lange Lagerung ist nämlich ein hoher Anteil von Extraktstoffen, Säuren, reifer Süße und Alkohol im Wein notwendig. Es empfehlen sich also besonders Spätlesen, Auslesen und Beerenauslesen.

 

Voraussetzung für die Erhaltung der frischen, spritzigen Art eines Weißweines ist das ausgewogene Verhältnis seiner Inhaltsstoffe und dazu eine gesunde, kräftige Fruchtsäure.

 

Manche Jahrgänge, Rebsorten und Herkünfte sind geradezu für eine lange Lagerzeit prädestiniert. Wenn auch nicht alle Jahrgänge eine lange Lagerung so gut vertragen wie der 1953er oder 1971er, so gibt es doch jedes Jahr Weine die sich dafür bestens eignen. Fragen Sie Ihren Winzer, welchen Wein er für diesen Zweck empfiehlt.

 

Wein über Jahre hinweg aufzuheben, hat einen speziellen Reiz. Einmal ist ein alter, reifer Wein sehr wohlschmeckend und bekömmlich. Zum anderen muß man ihn immer wieder probieren, da der Wein, während er ruhig liegt, welterlebt reift sich verändert. Die Alterung eines Weines kündigt sich langsam an. Der Weinkenner spricht von Firne, einem eigentümlichen Geschmack, in den die Lagerbukette eines Weines aufgehen. Eine leichte Firne ist ein geschätztes Kriterium auch wenn heute unsere Weine vielfach recht jung getrunken werden. Doch wenn sie die anderen Geschmacksnuancen übertönt, kann der Wein abgängig sein und nach Jahren leblos schmecken. Die Zeit der vollendeten Reife herauszuschmecken und den Wein auf seinem Höhepunkt dann bei einer Festlichkeit zu trinken, ist für viele Weinkenner die schönste Freude.

 

Spätlesen und insbesondere Auslesen und Beerenauslesen können Sie jahrzehntelang aufheben. Ja, man hört und liest sogar, daß Weine aus Kaisers Zeiten versteigert werden und immer noch großartig schmecken. Über das Anekdotische hinaus zeigt dieser Sachverhalt, daß Wein, gut eingekauft und gut gelagert eine Geldanlage sein kann. Für die meisten Weintrinker ist diese Wertsteigerung allerdings nicht so wichtig wie die Genußsteigerung und die Erinnerung an die langen Jahre, die man mit diesem Wein erlebt hat.

 

 

 

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